15.12.2017
beratung_miligui Ich begleite ehrenamtlich Krebspatienten und Angehörige in schwierigen Lebenssituation. Ich zeige Ihnen die verschiedenen Therapieangebote und erkläre Ihnen, welche Hilfe für den Patienten und für Sie zur Verfügung stehen.
Als Betroffeneberater der Gruppe94 (Zentrum für ganzheitliche Krebsberatung in Wien) begleite und berate ich seit 2004 Patienten und Angehörige in schwierigen Lebenslagen. Durch meine Homepage KREBSINFO habe ich eine Vielzahl von Informationsquellen kennengelernt. Durch meine eigene Erkrankung habe ich die nötige Erfahrung um authentisch mit Patienten, Angehörige und medizinischem Personal umzugehen.

Seit Juni 2010 bin ich ehrenamtlich im Hospiz im Rosenheim in Tulln. Ich begleite Patienten und Angehörige in dieser schwierigen Lebenssituation. Durch den Kurs für Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung welcher vom Verein für mobile Hospizbetreuung "HOSPIZ ST. MARTIN" in Klosterneuburg abgehalten wurde und durch mein Praktikum im Hospiz Rosenheim Tulln habe ich die Erfahrungen gesammelt, welche mir die notwendige Sicherheit geben, um eine gefühlvolle Begleitung zu sein.

Angebote der Begleitung

Das wichtigste in einer Lebensphase in der meist unvorbereitet, schnell Entscheidungen getroffen werden müssen ist die Möglichkeit die zur Situation passenden Angebote auch schnell zu finden und die Kontakte dorthin aufzubauen. Durch meine Ausbildung, meiner persönlichen Erfahrung und meiner langjährigen Arbeit in der Begleitung und Beratung von Patienten in besonderen Lebensphasen finde ich auch schnell den Zugang zu den Institutionen, welche ein Angebot bereithalten, welches Ihren Vorstellungen am nächsten kommt. Viele Angebote werden durch die Krankenkassen oder durch wohltätige Organisationen gefördert und es sollte nicht an der finanziellen Situation liegen eine Unterstützung zu bekommen.

Ich zeige Ihnen die verschiedenen Angebote und erkläre Ihnen, welche Hilfe für den Patienten und für Sie zur Verfügung steht.

Begleitung im Familiensystem

Oft sind die Ansichten in Bezug auf den Gesundheitszustand, die Entwicklung der Erkrankung, allgemeine Glaubensfragen oder finanzielle Entscheidungen innerhalb der Familie sehr unterschiedlich. Diese Situation belastet dann auch noch den Erkrankten und belastet alle Betroffenen. Entscheidend sollte aber immer sein, welche Bedürfnisse der Kranke hat. Natürlich können nicht alle Wünsche auch erfüllt werden, denn die Familie muss meistens weiter ihre Tagesaufgaben erfüllen. In vielen Bereichen kann aber Unterstützung hinzugezogen werden.

Für die Angehörigen sollte immer klar sein, dass sie sich nicht überfordern. Nur dann können sie in einem ausgeglichenen Bewusstsein für den Kranken da sein. Mit entsprechender Begleitung kommt es dann nicht so weit und die Familie kann vereint mit dem Patienten diese schwierige Zeit durchleben.

Ich versuche da, Ihre Fragen zu beantworten oder die entsprechende Kontaktperson zu finden, mit welcher Sie dann diese Fragen klären können.

Krisenphasen - Umgang mit den Verstorbenen und den Angehörigen

Wenn es zum Ableben eines Erkrankten kommt ist diese Situation auch dann meistens eine Krise, wenn man auch schon das eine oder andere Familienmitglied begleitet hat. Jeder von uns ist so einzigartig, dass es ganz individuelle Entscheidungen erfordert. Auch wenn man von der schwere der Erkrankung gewusst hat kommt der Tod oft überraschend. In dieser Situation können nicht immer alle Emotionen beherrscht werden und brechen gerade in so einem Moment wie Wellen heraus und über jeden her. Unterdrückte Gefühle werden plötzlich frei und lange verdrängtes bekommt jetzt Raum ausgesprochen zu werden. In dieser Situation ist es besonders wertvoll einen neutralen Begleiter an der Seite zu haben.

In Krisenphasen spreche ich zu jeder Tages- oder Nachtzeit mit den Betroffenen oder versuche persönlich zu begleiten.

Kommunikation - Verbale und nonverbale Kommunikation

Schwer erkrankte können manchmal nicht mehr kommunizieren. Gerade Menschen, welche zeitlebens sehr intensiv kommuniziert haben leiden sehr unter diesem Zustand. Hier ist Kreativität gefragt um alle Möglichkeiten auszuschöpfen um eine Verständigung mit dem Patienten aufrechtzuerhalten. Wie gut kann es da sein, wenn jemand einfach die Hand streichelt – auch wenn der Patient immer sehr selbständig war ist dieses Gefühl der Zuwendung so wertvoll. Man merkt sofort, wenn jemand das nicht möchte – aber anbieten sollte man es. Auch so einfache Dinge, wie eine Handmassage, ein Frisieren oder einreiben mit einer gut duftenden Salbe zeigen dem Erkrankten die Zuwendung. Hier haben natürlich nahe stehende Familiemitglieder den besten Zugang.

Ich helfe Ihnen gerne, Methoden zu finden, welche Sie oder ich anwenden um einen guten Kontakt mit dem Erkrankten aufzubauen.

Angehörigenbegleitung - Mittler zwischen den Gefühlswelten

Manchmal hat der Erkrankte schon seinen Weg gefunden und kann ruhig und verständnisvoll in die Zukunft blicken. Was aber, wenn ein oder mehrere Angehörige mit dieser Situation einfach nicht zurechtkommen, es sogar nicht glauben können, dass der Patient so einfach alles akzeptiert. Manche Angehörige beginnen um Verständnis zu kämpfen, sie beschuldigen die Ärzte nicht genug zu tun, fühlen sich ausgegrenzt oder übergangen. Es gibt viele Situationen in denen die Angehörigen in die Rolle des ohnmächtigen Zuschauers gleiten. Dort ist Information jetzt das wichtigste.

Ich begleite auch gerne Sie, als Angehörigen – alles was Ihnen hilft, hilft dann auch dem Erkrankten, seinen Weg beruhigt gehen zu können.

Schmerztherapie - Wirkung und Alternativen

Die Schmerztherapie ist immer auch eine Therapie für die Psyche. Wie schwierig ist es erst, wenn man Schmerz empfinden muss und noch dazu die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Schmerz nicht aufhören wird. Wesentlich aber ist und bleibt auch die Psyche. Wenn der Patient angstfrei sein kann, weil er weis, dass es ein Schmerzmittel gibt wenn er es braucht, wird er meistens weniger brauchen, da er sich ja auf die bald eintretende Wirkung verlassen kann. Eine ruhige, entspannende Umgebung im Raum, Räucherwerk und entspannende Musik, gedämpftes Licht und sanfte Berührung senken das Schmerzempfinden.

Ich versuche die Umgebung eines Schmerzpatienten dahingehend zu verändern, dass diese Ablenkungen möglich sind. Durch meine eigenen Erfahrungen als auch durch die langjährige Begleitung von Schmerzpatienten habe ich viele Möglichkeiten erlebt die Schmerzen zu lindern. Ich helfe Ihnen aus der Vielzahl der Möglichkeiten den für Sie richtigen Weg zu finden

Religiöse Begleitung - Offenheit und Toleranz - Trauerrituale

In fast allen Kulturkreisen finde sich der Glaube an eine höhere Spiritualität. Selbst bei Menschen, welche sozusagen nie gläubig waren oder bei keiner Glaubensgemeinschaft sind, kann man an einen „Grüß Gott“ oder „da habe ich aber einen Schutzengel gehabt“ erkennen, dass doch Anteile eines Glaubens vorhanden sind. Wichtig ist dann auch je nach Glauben die Angehörigen in diese Rituale einzubinden und den Freiraum zu schaffen, dass diese Rituale ungestört durchgeführt werden können.

Ich begleite Sie bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Rituale und vermittle gerne alles was der Betroffene und die Angehörigen brauchen um in Würde diese Gewohnheiten zu pflegen.

Patientenverfügung - Rechtliches, Moralisches, Ethisches

„Was geschieht mit mir, wenn es einmal soweit ist?“ oder „Wie kann ich verhindern, dass ich unwürdig sterbe?“ – Solche und ähnliche Fragen sind der Grundstein eine Patientenverfügung zu machen. Je nach Wunsch und Lebenssituation können verschiedene Verfügungen schriftlich ausgesprochen werden. So wie viele ab einem gewissen Alter ein Testament machen um beruhigt zu sein, dass nach einem Ableben alles so geregelt wird, wie man es möchte, gibt es auch die Möglichkeit das zu regeln, was passieren darf bevor man ablebt.

Ich helfe Ihnen gerne und begleite Sie zu einer entsprechenden Beratung um die Fragen der Patientenverfügung in Ihrem Sinne durchzusetzen.

Abschied – Bestattungsmethoden

Nun, wenn es einmal so weit ist, möchte man so gehen, wie man es zu Lebzeiten sich vorgestellt hat. Heutzutage gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Eine Beisetzung im Sarg oder eine Verbrennung. Auf welchem Friedhof? Auf einer Wiese, im Wald, im Wasser oder in der Luft? Welche Musik, Welche Glaubensgrundsätze, welche Gespräche, welche Zeremonie. Was ist, wenn der Betroffene zu Lebzeiten nie darüber gesprochen hat? Heutzutage können auch mehrere Arten der Zeremonie gefühlvoll kombiniert werden, so dass die Familie und die Freunde ihren Teil der Weges wiederfinden und Abschied nehmen können.

Ich versuche einen Weg zu finden, der den Wünschen des Betroffenen entspricht und für die Verwandten und Bekannten möglich ist um ihn mitzugehen.

Internet: www.krebsinfo.at